Ich stehe in einem
Plattenladen in einer Seitengasse der Stadt. Vor dem Laden eine stille Gasse
aus Kopfsteinpflaster und ein Hauch längst vergangener Zeiten. Um
mich herum verströmen unzählige Vinylplatten und ihre leicht
vergilbten Cover einen unverwechselbaren Duft. Ich blättere durch
die Tonträger und fühle mich für einen Moment zurückversetzt in
die wilden Siebziger, kann beinahe die verzerrten und ungebändigten
Klänge des frühen Rock hören und habe fast das vertraute Gefühl
von Staub und Schweiß auf der Haut, das sich auf jedem Festival
unweigerlich einstellt.
Ich stehe schon
mindestens eine halbe Stunde in dem voll gestopften Laden und sehe
mich selbstvergessen um, als der Besitzer des Ladens, ein bärtiger
älterer Herr, mich nach meinen Wünschen fragt.
„B-Seiten“, sage
ich und lächele den Mann an.