He
is weller door oder ok: Schon wedder scheef gohn
Sonntag, 16. November 2014
Physik op Platt
Nachdem ich an diesem Wochenende festgestellt habe, dass der Physiktext vom letzten Mal in meiner norddeutschen Heimat viel besser "op Plattt" funktioniert, hier die Übersetzung die mich fast ins erste Slam-Finale meines Lebens gebracht hätte:
Labels:
Apokalypse,
Einstein,
Elvis,
Endzeit,
Higgs,
Katze,
Nerd,
Physik,
Plattdeutsch,
teilchenbeschleuniger,
Tüünkrom,
Unsinn
Dienstag, 4. November 2014
Neues aus dem Absurditätenkabinett
Elementarteilchenphysik
oder auch: Er ist wieder da
Tief
im Westen, tief unter der Maggi-Fabrik in Bielefeld wird es Albert
Einstein in seinem Sarg zu langweilig. Mit lautem Knacken der alten
Nobelpreisträgerknochen erhebt er sich aus der Gruft und stößt auf
dem Weg nach draußen fast mit Elvis zusammen, der sich gerade eine
Dose Ravioli in der Mikrowelle warm gemacht hat. Unsere verstaubten
Helden grüßen sich mit kratziger Stimme, schließlich redet man
nicht mehr so viel, sobald man erstmal gestorben ist.
Labels:
absurd,
Apokalypse,
Elementarteilchen,
Frisur,
lustig,
Physik,
Poetry Slam,
teilchenbeschleuniger,
Weltuntergang,
Zukunft
Samstag, 11. Oktober 2014
Finde Kultur in diesem Bild!
Dieser Text ist während des Einstiegsseminars für das FSJ Kultur entstanden und ich habe ihn ausnahmsweise als gescanntes Original veröffentlicht, da ich euch die schönen Farben nicht vorenthalten wollte :)
Montag, 6. Oktober 2014
Real Life Adventures 2.0: Eine Katastrophe in sechs Regionalzügen oder auch: Dennis
„Meine
Damen, meine Herren, danke, dass Sie mit uns reisen. Zu abgefahrenen
Preisen, auf abgefahrenen Gleisen. Für Ihre Leidensfähigkeit danken
wir spontan: Sänk juu for träwelling wis Deutsche Bahn.“ (Wise
Guys)
Samstag, 13. September 2014
Ich brauche nichts - eine Dystopie
Ich brauche nichts.
Nichts zum Lesen
Nichts von dir
Nur einen Stift zum Schreiben
Und ein Stück Papier.
Sonntag, 31. August 2014
Ausgesetzt im Real Life oder auch: Ein Text, den ich bestimmt irgendwann leugnen werde geschrieben zu haben
Reallife
Adventures – ein Survivaltrip
Flensburg,
14:30 Ortszeit
Wir sitzen
bei Subway und essen. Vom aktuellen Spawn bis hierher war es jedoch
ein weiter, beschwerlicher Weg.
Rückblick:
Das
Abenteuer beginnt an einem Nachmittag im Dezember. Zwei Anhänger der
exakten Naturwissenschaften (und nebenbei Nerds vor dem Herrn) haben
Hunger und wollen essen gehen. Ergo: einen Ausflug in das
gefährliche, unerforschte Paralleluniversum namens „Reallife“
machen, wo bekanntlich der Pizzabote herkommt.
Montag, 25. August 2014
Vom Ende einer Nacht
Schweigen
ein schaler Rest in den
Gläsern
Schweigen,
das Ticken einer Uhr,
weit weg, unendlich
weit.
Sekunden wie Stunden
wie Minuten wie Tage
zu wenig
Donnerstag, 21. August 2014
Im Ascheregen (Tribute to Casper)
So, mal wieder eine Premiere! Diesen Text habe ich für das Finale der U20-Poetry-Slam-Meisterschaft im Juni geschrieben, aber dann doch nicht gelesen. Und ins Finale habe ich es leider nicht geschafft, also gibt's jetzt was Neues zu lesen.
Das Lied, das mich zu dem Text inspiriert hat, findet ihr hier.
Das Lied, das mich zu dem Text inspiriert hat, findet ihr hier.
Im
Ascheregen
„Dies
ist kein Abschied, denn ich war nie willkomm'n, will auf und davon
und nie wiederkomm'n.“
Ich
stehe da, Streichholz in der Hand und schaue zurück. Ein letztes
Mal, sage ich mir.
Das
Streichholz zischt, als ich es anreiße, es reicht nach Schwefel und
verbranntem Holz.
Ein
letzter Blick, dann lasse ich es fallen. Es landet auf dem großen
Scheiterhaufen der Lasten, die ich endlich loslassen will, loslassen
muss.
Labels:
Ascheregen,
Feuer,
Poetry Slam,
Stadt,
U20,
Vergangenheit,
Zukunft
Dienstag, 19. August 2014
Arsen und Saccharin
So, ich melde mich auch mal wieder zu Wort, und da ich die letzte Woche leider eine Zwangspause einlegen musste, hier ein Text, der schon auf mehreren Poetry-Slams im hohen Norden zum Besten gegeben wurde. Sozusagen ein Text der ersten Stunde.
Montagmorgen,
überfüllter Bus, miesmuffelige Schüler auf dem Weg in die
Bildungsvollzugsanstalten.
Unterhaltungen,
die sich um die Tatsache drehen, dass das Mathebuch zu Hause bleiben
musste, damit Glätteisen, Fön und Schminktäschchen in die viel zu
kleine Schul... äh, nein, HANDtasche passen.
Vereinzelt
werden dazwischen einzelne Handyklingeltöne laut, die aus völlig
überteuerten Handys irgendwelcher Unterstufler dudeln.
Unterhaltungen
zwischen Erwachsenen gehen komplett in der schnatternden
Geräuschkulisse unter. Früher war ja, wie zur Genüge bekannt,
sowieso alles besser.
Im
krassen Gegensatz dazu stehen die Gespräche vieler halbwüchsigen
jungen Damen:
„Du
hast soooo schöne Haare/Hände/Ohren/Füße/Beine/Leggins/Fellpuschen“
Und
das jeden Morgen, mitten in Deutschland, mitten UNTER UNS!!!
Montag, 11. August 2014
B-Seiten
Ich stehe in einem
Plattenladen in einer Seitengasse der Stadt. Vor dem Laden eine stille Gasse
aus Kopfsteinpflaster und ein Hauch längst vergangener Zeiten. Um
mich herum verströmen unzählige Vinylplatten und ihre leicht
vergilbten Cover einen unverwechselbaren Duft. Ich blättere durch
die Tonträger und fühle mich für einen Moment zurückversetzt in
die wilden Siebziger, kann beinahe die verzerrten und ungebändigten
Klänge des frühen Rock hören und habe fast das vertraute Gefühl
von Staub und Schweiß auf der Haut, das sich auf jedem Festival
unweigerlich einstellt.
Ich stehe schon
mindestens eine halbe Stunde in dem voll gestopften Laden und sehe
mich selbstvergessen um, als der Besitzer des Ladens, ein bärtiger
älterer Herr, mich nach meinen Wünschen fragt.
„B-Seiten“, sage
ich und lächele den Mann an.
Labels:
John Lennon,
Musik,
neu,
Platten,
Poetry Slam,
Rock,
Vinyl
Sonntag, 10. August 2014
Leere
Stille,
nur das
leise Summen des Computers ist zu hören. Es ist so still, dass ich
glaube, den Cursor auf dem leeren Bildschirm blinken zu sehen. Auf
dem unschuldigen Weiß des Dokumentes, das ich mit Leben zu füllen
versuche. Den ersten Versuch habe ich bereits nach der Überschrift
wieder verworfen. Sie lautete „Vorbei“.
Aber das trifft es
nicht im geringsten. Denn es ist nicht vorbei, ich stecke mittendrin.
Mittendrin in etwas, das mir im Moment über den Kopf wächst, das
mich zu übermannen droht und unter dem ich förmlich versinke. Ich
versinke in Glück, in Angst, in dem Wunsch, einfach mal die Uhr für
eine Zeit anzuhalten um das Unvermeidliche hinauszuzögern. Denn in
schwachen Momenten will ich nicht gehen. Ich will hier bleiben, hier,
wo meine Komfortzone in deinen Armen ist und ich nichts zu befürchten
habe.
Auf der anderen
Seite zieht es mich weg von hier, dieser Ort wird mir zu eng wie ein
ungeliebter Rollkragenpullover, den ich als Kind tragen musste. Weg
von hier, was anderes sehen, andere Menschen kennen lernen. Ich freue
mich auf die neuen Möglichkeiten, die sich mir eröffnen. Doch es
spukt mir stets im Kopf herum, dass ich dich nicht dahin mitnehmen
kann, wohin ich so gern gehen würde, so sehr ich es mir auch
wünsche.
Vielleicht gehört
es zum Erwachsenwerden dazu, auch Menschen loslassen zu müssen, die
man liebt. Vielleicht müssen wir verlieren, um Neues zu gewinnen.
Neue Menschen, neue
Orte, neue Ideen. Vielleicht würde das Gefühl des
Leergeschrieben-Seins dann aufhören. Das Gefühl, nichts mehr zu
sagen zu haben, sich zu wiederholen und lediglich altes neu
aufzuwärmen.
Man möge mir
Gefühlsduselei unterstellen, aber Abschiede machen mich traurig und
in merkwürdiger Weise gleichgültig. Denn wir können noch so viel
über das Gefühl des Verabschiedens, des Loslassens und des
Auf-Wiedersehen-Sagens schreiben, letztendlich ist es immer zu wenig.
Man selbst fühlt sich leer und das Blatt ist nicht minder spärlich
gefüllt.
Auch noch so viele
Worte über das Vermissen machen das Gefühl nicht weniger
übermächtig, nicht weniger schmerzhaft.
Ich spüre es, ich
vermisse dich jetzt schon.
From Slamigan with love
Samstag, 9. August 2014
Da kommt was
Da kommt was auf uns zu, was großes, was aufregendes, was monumental momenterschütterndes.
Zukunft.
Wir alle kennen sie und
doch ist sie für jeden anders. Wie eine Theaterschauspielerin mit
tausend Masken. Für den einen ist sie zuckerwatterosa mit einer
leichten Tendenz ins Wolkenguckerblau. Eine Luftschlossfabrik, deren
Produktionskapazität ihresgleichen sucht. Für andere ist sie
gemacht aus Glas und Stahlträgern, linear, effizient, klar. Trust
me, I'm an engineer, sagt sie.
Und doch ist sie im
Grunde für uns alle gleich unerwartet, ungekannt und unberechenbar
wie die Wurzel aus zwei. Unsere Vorstellungen von ihr irreparabel
irrational in irren Parabeln an der späteren Wirklichkeit vorbei.
Unser Kopf in den
Wolken, die Füße auf dem Boden verwurzelt und doch bereit, die
Wurzeln zu lösen und loszulaufen. Mitten hinein in was immer uns
erwarten mag.
Abgewetzte Turnschuhe
an den Füßen, das Gesicht im Wind und immer querfeldein. Für den
Lebenslaufbalanceakt bleibt später noch genug Zeit.
Wir schauen in leere
Kakaotassen und meinen, Skylines unbekannter Städte in ihnen zu
erkennen und brennen sofort darauf, loszulaufen und die Städte
kennenzulernen.
Die Füße auf dem
Boden, unsicher, wohin sie laufen sollen, immer der Nase und dem Wind
nach.
Und wenn wir fallen,
dann stehen wir wieder auf, klopfen uns den feinen Staub aus den
Jeans, dass er in der Sommerluft und dem Rot der aufgehenden Sonne
nur so flimmert. Wir streifen alles ab, lassen uns weiter treiben.
Und irgendwann, wenn die Turnschuhe löchrig und die Jeans gebleicht
sind, dann werden wir irgendwann wissen, dass wir einen Platz
erreicht haben, an dem es sich zu bleiben lohnt. Wir werden aus dem
Reisestaub Häuser bauen, Wind säen und Sturm ernten, von dem wir
entweder weitergetragen werden oder dem wir standhalten. Aber wir
wissen, dass wir es selbst getan haben. Trust us, we are engineers.
Und vielleicht, ganz
vielleicht, wird aus der gläsern-stählernen Linearzukunft ja ein
modernes Kunstwerk in Form eines rosa Zuckerwattebootes und aus dem
Wolkenguckerblau ein realistisches Stahlgrau. Wir befinden uns in
ständiger Metamorphose, lassen uns nicht in Schubladen stecken und
weigern uns, am Geruch des Althergebrachten zu ersticken. Wir wandern
aus nach Australien und leben in Symbiose mit Kängurus, bis wir
zusätzlich zum Springen auch noch das Fliegen gelernt haben. Wir
schlagen uns durch Bambusplantagen, weil man von dieser Pflanze immer
noch am besten lernen kann, was Geradlinigkeit bedeutet. Und
manchmal, manchmal hängen wir einfach mit Faultieren ab und wären
selbst gern eins, weil Prokrastination dann zu unserer
Jobbeschreibung gehören würde.
Wir steigen auf Berge
und fallen in tiefe Schluchten, geschützt von zuckerwatterosa
Luftpolstern und wolkenguckerblauen Luftschlössern, die uns
auffangen, wenn wir nicht mehr weiter wissen.
Wir schlagen uns mit
bloßen Händen durch undurchdringliches Gestrüpp im Urwald oder im
botanischen Garten. Wir rennen mit dem Kopf voran gegen Stahlbeton,
obwohl uns jeder sagt, dass es wehtun wird. Aber dann tut es eben
weh. Kängurus können auch nicht rückwärts hüpfen, wenn sie vor
einer Wand stehen, also warum sollten wir es tun?
Unendliche Chancen, ein
riesiger Flur mit tausenden Türen, die uns alle weit offen stehen.
Einige sind groß und weit, andere gleichen eher kleinen Luken. Aber
in unserer Fantasie stehen uns all diese Türen offen, wir müssen
nur hindurchgehen. Dahinter warten Reichtum, Glück, Familie oder
genau jenes Studienfach, dass wir uns schon immer erträumt haben.
Das Licht, dass aus diesen Türen scheint, sieht wahrscheinlich für
jeden anders aus, aber energiesparend ist es mit Sicherheit selten.
Hinter jeder dieser
Türen im ganz persönlichen Luftschloss aus der großen
Luftschlossfabrik am Rande des Möglichen versteckt sich der ganz
individuelle Big Deal für jeden von uns. Wir müssen nur eintreten,
nachsehen, ausprobieren und anprobieren, ob uns das Leben hinter der
Tür passt. Und wenn es kneift und zwickt, probieren wir es eben
hinter der nächsten Tür und wer weiß, vielleicht begegnen wir
einem anderen Menschen, dem das, was hinter dieser neuen Tür ist,
genauso gut passt?
Und dann ist es
plötzlich vorbei damit, sich mit Kängurus, Bambusplantagen und
Faultieren zu identifizieren. Dann fangen wir an, im Spiegel uns
selbst zu sehen und nicht nur den, der wir gern wären, aber trotz
Bambustherapie nicht sein können. Und dann geben wir unserem
Spiegelbild die Hand und sagen: „Schön dich kennenzulernen. Lass
uns die Welt verändern und nicht uns verbiegen. Lass uns raus gehen
und um die Häuser fliegen, wie wir es im Beutel eines Kängurus
gelernt haben.“
Und dann gehen wir
raus, mit dem Ich, dass wir vorher nie sein wollten und mit Menschen,
die wir vorher nie kannten und alles sieht auf einmal anders aus.
Zuckerwatterosa, wolkenguckerblau. Unsere Luftschlossfabrik
produziert noch. Aber jetzt hat sie ihre Produktion auf Realität
umgestellt.
Jahre später werden
wir uns in der Stadt umsehen, in die uns der Wind irgendwann einmal
geweht hat oder die wir hinter einer der unzähligen Türen gefunden
haben und betrachten die stahlgraue Skyline. Und während die Sonne
langsam untergeht und alles in mattgoldenes Licht taucht bemerken
wir: Das ist die Stadt aus der Kakaotasse von damals.
Niemand von uns weiß,
wie die Tür oder die Stadt oder das Leben hinter ihr aussehen wird.
Aber eines wissen wir alle:
Da kommt was. Was ganz
großes.
Texts, Drugs and Rock 'n Roll
Liebes Internet,
hier steht meine Werbung:
Herzlich Willkommen an jeden, der sich auf diesen Blog verirrt!
Wer mich kennt, der weiß, dass die Texte, die ich hier zu veröffentlichen gedenke, gerne ins Wahnsinnige abgleiten. Alle anderen seien hiermit gewarnt und trotzdem herzlichst eingeladen, sich in unregelmäßigen Abständen (Kreativität ist ein unsteter Gast in meinem werten Heim) meine abgedrehten Ideen reinzuziehen, die in der Öffentlichkeit vorzutragen ich mich des Öfteren erdreiste.
Auch Veranstaltungsrückblicke und -hinweise rund um die Poetry-Slam Szene in Norddeutschland werden sich vermutlich von Zeit zu Zeit zwischen meine eigenen kreativen Errungenschaften mogeln.
Ich hoffe auf geneigte Leser und vielleicht sogar das ein oder andere Lebenszeichen aus dem anonymen Internetz.
Es verabschiedet sich mit einem 10-Punkte Applaus
Slamigan
hier steht meine Werbung:
Herzlich Willkommen an jeden, der sich auf diesen Blog verirrt!
Wer mich kennt, der weiß, dass die Texte, die ich hier zu veröffentlichen gedenke, gerne ins Wahnsinnige abgleiten. Alle anderen seien hiermit gewarnt und trotzdem herzlichst eingeladen, sich in unregelmäßigen Abständen (Kreativität ist ein unsteter Gast in meinem werten Heim) meine abgedrehten Ideen reinzuziehen, die in der Öffentlichkeit vorzutragen ich mich des Öfteren erdreiste.
Auch Veranstaltungsrückblicke und -hinweise rund um die Poetry-Slam Szene in Norddeutschland werden sich vermutlich von Zeit zu Zeit zwischen meine eigenen kreativen Errungenschaften mogeln.
Ich hoffe auf geneigte Leser und vielleicht sogar das ein oder andere Lebenszeichen aus dem anonymen Internetz.
Es verabschiedet sich mit einem 10-Punkte Applaus
Slamigan
Labels:
Internet,
Poetry Slam,
Wahnsinn,
Willkommen
Abonnieren
Posts (Atom)
